Was tun bei einer Schreibblockade?

Schreibst du gerade? Vielleicht an einem Text, einer Bachelorarbeit oder einem kurzen Bericht? Hast du keine Lust zu schreiben? Hast du keine Ideen? Keine Panik: du bist nicht allein. Vielen Schreibenden geht es oft genauso. Dies ist mein letzter Beitrag der Blogparade, diesmal von Daniela "Linguistsway" Pokorny.


Schreibblockade?

Hattest du schon einmal eine Schreibblockade? Ich wollte gerade von einer Schreibblockade berichten ... aber ganz ehrlich: mir fällt keine ein! Schon in der Schule flossen die Wörter buchstäblich aus meinem Fülli, immer mehr und mehr. Ich war immer im Flow.

Mit dem Schreiben kommen die Ideen. (Sabrina Keller)

Ich erinnere mich an die Momente, als die Lehrer:innen die Aufsatzthemen an die Wandtafel schrieben und die ganze Klasse ratlos dasass. Es war immer das Gleiche: nach der anfänglichen Ahnungslosigkeit folgte die produktive Phase. Zumindest bei mir. Kaum setzte ich den Füller auf das Linienpapier, begann ich zu schreiben. Automatisch.


Einmal war ich in einem Englischaufsatz so kreativ und im Flow, dass sich der Lehrer um mich sorgte. Er dachte, ich sei kaufsüchtig, weil ich meiner Fantasie freien Lauf liess und mit meinen Schilderungen massloss übertrieben hatte.


Was ist eine Schreibblockade?

Autor:innen, Journalist:innen Studierende, Schüler ... sie alle fürchten sich davor: keine Ideen mehr, keine Motivation mehr zu schreiben, die absolute Krise. Die Autor:innen sind blockiert und können während einer gewissen Zeit nichts aufs Papier bringen. Körperliche Beschwerden, wie z. B. Übelkeit oder Unruhe, können diesen unglaublich frustrierenden Moment begleiten.


Schreibblockade versus Prokrastination

Heute ist es mir doch passiert. Beim Korrigieren eines Berichtes überlegte ich so lange an einem passenden Titel herum, dass einfach gar nichts mehr kam. Nada. Niente. Kopf leer. Aha, das ist also eine Schreibblockade. Und ich dachte, ich sei davor gefeit. Irgendwann klappte es dann doch noch, zum Glück.


Wer kennt es nicht? Aufschieberitis, bis es dann wirklich sein muss. Als ich meine Bachelorarbeit schreiben durfte, half mir ein Zeitplan, dagegen anzukämpfen. Denn irgendwann, wenn die Anfangseuphorie verflogen ist, beginnt es zu kriseln. Ein gutes Zeitmanagement und ab und zu eine Belohnung hilft bestimmt.


Ob Schreibblockade oder Prokrastination ... beide sind mühsam. Doch die Unterschiede sind für mich ganz eindeutig. Eine Blockade lähmt, verunmöglicht es, einen klaren Gedanken zu fassen. Schiebe ich hingegen den Schreibauftrag hinaus, habe ich schlichtweg noch tausend wichtigere Dinge zu erledigen. Wie zum Bespiel recherchieren. Naja, das sollte vor dem Schreiben gemacht werden, ansonsten riskierst du Ablenkungen, z. B. von Social Media. Ein Tipp: Fehlen Fakten oder solltest du Wörter nachschlagen? Dann verschiebe diese Recherchearbeit, damit du im Flow bleibst.


Erste Hilfe bei einer Schreibblockade: 10 Tipps

  1. Ruhe bewahren.

  2. Ort wechseln.

  3. Pause machen.

  4. Kaffee trinken.

  5. Frische Luft schnappen.

  6. Ablenken, damit die Gedanken nicht mehr beim Text sind.

  7. Eine Nacht drüber schlafen.

  8. Andere Texte zur Inspiration lesen.

  9. Über den Text sprechen.

  10. Time-Timer stellen: 25 Minuten drauflosschreiben.


Schreibblockaden verhindern

Vorsorge ist bekanntlich besser als Nachsorge. Deshalb solltest du dir von Anfang Gedanken über dein Zeitmanagement machen. Schreibe dazu deine Schreibziele auf und setze dir eine Deadline. Mein Tipp: Blockiere in deinem Kalender bestimmte Zeitfenster, damit du ungestört schreiben kannst. Und: Du wirst eher an deinem Text arbeiten, weil du dir die Zeit dafür reserviert hast. Vielleicht war ich deshalb immer im Flow: Ich hatte ein bisschen Zeitdruck, aber nicht zu viel.


Hattest du schon einmal eine Schreibblockade? Fehlt ein wertvoller Tipp? Dann teil ihn mir deine Erfahrung in den Kommentaren gerne mit.


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