„Liebe Mama…“ – Was ich meinem frischgebackenen Mama-Ich gerne mitgeben möchte

Aktualisiert: 30. Okt.

Es läuft eine Blogparade, an der verschiedenste Leute über die gleichen Themen bloggen. Jenny von Moms 4 Moms hat zu einer Blogparade aufgerufen.


Und da ich frischgebackenes Mami bin, drei Kinder habe und Kursleiterin für Dunstan Babysprache bin, passt das Thema wunderbar zu mir und meinem Blog. Und es wäre doch so schön gewesen, hätte ich so einen Brief als werdendes Mami bekommen. Viele Unsicherheiten wären mir dann erspart geblieben.


Plötzlich Mami

Wow, es ist ein Wunder ... So überwältigt und neben der Spur war ich vor der Geburt meines ersten Kindes noch nie. Und auch nicht so vergesslich. Aber dafür gibt es ja Apps. Die Gefühle, die ich (und vermutlich die meisten Mütter) vor, während und nach der Schwangerschaft erlebt hatte, glichen einem Cocktail an Emotionen. Ungeduld, Unsicherheit, Sorgen, Freude, Freude und nochmals Freude, Stimmungsschwankungen, Gelüste auf Essiggurken (Kind 1), Schoggi (Kind 2) und alles (Kind 3), Angst, Zuversicht, Hoffnung, Sehnsucht, Zweifel, Liebe. Ewigi Liebi.

Blumen, Schoggi, Tischdeko Willkommensfeier
Deko Willkommensfeier vom ersten Kind

Hochs und Tiefs gehören dazu

Das Leben wird plötzlich auf den Kopf gestellt. Unglaublich, wie sich der Alltag mit einem kleinen Baby schlagartig ändern kann. Von heute auf morgen steht die Zeit still. Wie oft habe ich mir gewünscht, dass diese schönen, innigen Momente nie zu Ende gingen. Doch die schlaflosen Nächte, die Wehwechen, das Weinen und die Nerven, die mal mehr und mal weniger strapaziert wurden, waren nicht immer leicht zu ertragen. Wie dankbar war ich um die Unterstützung meines Mannes, der ebenfalls nächtelang mit dem Baby in der Wohnung herumlief. Was ebenfalls eine enorme Unterstützung war: die Trageberaterin, die zu mir nach Hause kam! So konnte ich in aller Ruhe die Tragetücher testen und sofort benutzen. Wie froh war ich ... denn das erste Kind trug ich während der Anfangsszeit wirklich immer.


Erst beim dritten Kind wurde ich dank meiner Wochenbettbetreuerin Moni auf die Dunstan Babysprache aufmerksam. Ich war fasziniert von dieser Methode. Als Sprachlehrerin interessierte mich die Forschung, als Mutter die zahlreichen Vorteile, die dieses wertvolle Wissen mit sich brachten. Weniger Weinen, weniger Stress, mehr Selbstvertrauen, mehr Unterstützung vom Umfeld. Das Stillen konnte mir niemand abnehmen, alles andere aber schon. Die fünf Babylaute sollten alle Eltern/Erziehungsberechtigten von Anfang an kennen, am besten noch im letzten Schwangerschaftsdrittel. Hätte ich damals von diesen Workshops gewusst, hätte ich bestimmt einen gebucht. Hier gibt es mehr Infos dazu.


Persönliche Weiterentwicklung

Die Mutterschaft hat mich verändert. Ich wurde vorsichtiger, bestimmter, klarer. Ich lernte Verantwortung zu übernehmen, meine Wertvorstellungen zu reflektieren und zu organisieren. Plötzlich musste zuhause genug Essen im Kühlschrank sein. Und ich musste einen Plan haben, was wann gekocht werden sollte.


Mutter zu sein hat mich persönlich stärker gemacht. Ich geniesse die Zeit mit meiner Familie, denke über meinen Erziehungsstil nach, arbeite an mir ... Was aber am wichtigsten ist: Nobody is perfect!


Eine gute Mutter zu sein ...

... ist in der heutigen Zeit nicht einfach. Es gibt etliche Ratgebertexte, Podcasts, Social-Media-Communities, Elternmagazine etc. Wie soll man es da allen recht machen?!


Aber Stopp! Stimmen muss es doch für mich und meine Familie. Alles andere ist interessant zu wissen, kann ausprobiert werden. Es ist nicht möglich, perfekt zu sein.


10 Ratschläge an mein frischgebackenes Mama-Ich

  1. Vertrau deiner Intuition.

  2. Vergleiche dich nicht mit anderen Müttern.

  3. Vergleiche auch dein Kind nicht.

  4. Jeder Tag ist ein Neuanfang.

  5. Lerne die Dunstan Babysprache, damit du dein Baby vom ersten Tag an verstehst.

  6. Führe die Babymassage regelmässig durch.

  7. Nimm dir Zeit um hinzuhören.

  8. Plane nichts mehr, denn am Anfang gehört die Aufmerksamkeit nur deinem Baby.

  9. Nimm Hilfe an.

  10. Geniess die Anfangszeit. Sie geht viel zu schnell vorbei.


Die ersten Wochen und Monate mögen zwar schwer, von Schlafmangel und nachgeburtlichen Schmerzen geprägt sein. Es sind aber die schönsten, innigsten Wochen, die ich mit meinen Kindern erleben durfte. Diese besonderen Momente sind einzigartig. Deshalb einfach mal geniessen, Zeit vergessen, planlos in den Tag hinein leben ... der Alltag holt dich schnell genug wieder ein.

Solange die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie grösser werden, schenk ihnen Flügel. (Khalil Gibran)

Weniger Weinen, weniger Stress

Mehr Gelassenheit im Familienalltag ist so enorm wichtig. Dank dem Wissen über die Dunstanlaute kannst du von Anfang an ohne zu pröbeln auf die Befürfnisse deines Babys eingehen. Du hörst sogar bereits VOR dem Weinen, ob dein Babys Hunger hat, müde ist, sich unwohl fühlt, aufstossen muss oder Bauchweh hat.


Liebes frischgebackene Mami-Ich, wie schön wäre es gewesen, hättest du diesen Brief bereits vor 6 Jahren gelesen.

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