«Wie kann ich mein Baby verstehen?»
- Sprachpflegerin

- vor 2 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Während der Schwangerschaft dreht sich alles um die bevorstehende Geburt und das Anschaffen der Babysachen. Doch wie geht es ab Tag 1 weiter? Viele junge Eltern vergessen eine Sache, die Gold wert ist.
Die Inhalte dieses Blogartikels:
Woran viele werdende Eltern nicht denken
Das Babyzimmer wird eingerichtet, Babykleidung, Babyspielzeug, Triptrap, Autositz und viele weitere Babygadgets werden eingekauft, Schwangerschaftsyoga und Geburtsvorbereitungskurs werden besucht ... doch an den Tag 1, an den Moment, auf den sich die werdenden Eltern 10 Monate lang gedulden müssen, denken die wenigsten. Ooooooder, die Gedanken der Unsicherheit werden einfach verdrängt.
«Wenn das Baby da ist, verstehe ich schon irgendwie, was es braucht.» - «Keine Ahnung, wie ich das Baby verstehen werde ... aber jede Mutter hat doch eine gute Intuition, wenn es um das eigene Kind geht.» - «Wenn es weint, stille ich es einfach/gebe ich einfach den Schoppen. Dann ist es sicher zufrieden.»
Und wenn das Baby dann da ist, fängt das Pröbeln an: Hat es Hunger? Ist es müde? Hat es Bauchweh? Volle Windel?

Nach meiner Erfahrung als dreifache Mutter ist das Neugeborene in den ersten Wochen meistens sehr zufrieden. Es schläft viel, meistens lang und wenn es aufwacht, hat es Hunger. Der Papa hat je nach Arbeitgeber beispielsweise zwei Wochen Vaterschaftsurlaub und kann während dieser Zeit viel unterstützen. Das hilft so viel, denn für den Körper ist die Anfangszeit eine grosse Belastung.
Nun kommen mit der Zeit Situationen oder Herausforderungen dazu, die neu zum Familienalltag gehören und häufig unterschätzt werden:
der Besuch ♥️
Füttern in der Nacht
Verspannungen in den Schultern
Babyblues
Babyblues beim Papa
Belastung wegen Wiederaufnahme der Arbeit
Baby weint viel
Langeweile 🥱
Irgendwann kommen viele jungen Eltern an den Punkt, dass sie etwas gegen die oben genannten Situationen tun möchten. Wie geht es weiter?
Bedürfnisse nur durch Intuition verstehen?
Die meisten frischgebackenen Eltern sind entweder mit einem «Anfängerbaby» absolut ausgeglichen, freuen sich über jeden Laut, den sie von ihrem Neugeborenen hören und lieben es, das Baby einfach anzuschauen, zu kuscheln, zu geniessen ...
Dann gibt es aber auch die Eltern, die jede Nacht Kilometer machen, meistens in der Wohnung, im Haus oder im Schlafzimmer. Wenn das Baby gar nicht mehr aufhören kann zu weinen, geht der Spaziergang auch nachts um 3 draussen weiter. Spätestens dann hinterfragt man die Aussage, dass man mit der Zeit schon merke, was das Baby brauche.
Intuition alleine reicht einfach nicht immer. Dann benötigen wir ein Hilfsmittel, einen Werkzeugkasten, damit wir wissen, wie wir auf die Bedürfnisse unseres Babys eingehen können. Vom ersten Tag an zeigt es uns, was es braucht. Wir müssen es beobachten und zuhören. Zusätzlich zur Körpersprache, die uns hilft, Müdigkeit oder Hunger zu verstehen, äussert jedes Baby für seine Grundbedürfnisse die gleichen Reflexlaute. Diese universellen Laute ermöglichen uns, alle Babys auf der ganzen Welt verstehen zu können. Egal, welche Muttersprache die Bezugspersonen sprechen, die Laute, die bereits vor dem Weinen wahrnehmbar sind, klingen immer gleich.
Häufig werden die Babys gefüttert (das heisst wirklich so), wenn sie sich bemerkbar machen. Doch ist es wirklich immer der Hunger, der sich meldet? Könnnte es nicht auch sein, dass es Bäuerchen machen muss? Oder Bauchkrämpfe hat? Vielleicht stört die nasse Windel oder es ist müde?
Vorteile der Dunstan Babysprache
Dank dem schnellen, frühzeitigen Reagieren auf die Dunstanlaute wird sich dein Baby schneller beruhigen. Da es Vor-Schrei-Laute sind, verhindern wir, dass es sich über das Weinen mitteilen muss. Das Baby ist also weniger gestresst ... und die Eltern demzufolge ebenfalls.
Präventiv hilft das Wissen über die Dunstanlaute, Wochenbettdepressionen zu verhindern und stärkt das Selbstvertrauen der Eltern. Auch für Väter ist es wichtig, zu wissen, dass sie helfen und hören können, was ihr Neugeborenes braucht.
Überreaktionen, Wut oder Verzweiflung können verhindert werden, wenn ein Hilfsmittel zur Hand ist, das die Eltern beim Verstehen des Babys unterstützen kann. Ein Baby, das drei Stunden weint, zerrt an den Nerven. Wenn die Eltern besser einordnen können, warum ihr Baby weint und Beruhigungstechniken kennen, die sie anwenden können, fühlen sie sich sicherer und sind zuversichtlich, dass das Weinen vorbeigehen wird.
Dank dem Erkennen des Hungerlautes kann das Neugeborene problemlos nach Bedarf gestillt werden. Dadurch trinkt es besser und nimmt gut zu.

Beim Erlernen der Dunstan Babysprache geht es nicht bloss um das Erkennen der Reflexlaute. Ein weiterer wichtiger Punkt ist zu lernen, wie die Babys beruhigt werden können und die Eltern richtig auf die Laute reagieren. Die Youtube-Videos geben dazu keine Auskunft. Genauso wenig werden die jungen Eltern darin trainiert, wie die Laute voneinander unterschieden werden können.
Wie du die DBL-Methode lernen kannst
Während der Schwangerschaft gibt es viel zu erledigen: Kinderzimmer einrichten, Kitaplatz suchen, Geburtshäuser und Spitäler vergleichen, Schwangerschaftsyoga und Geburtsvorbereitungskurs besuchen, Name auswählen, Hebamme fürs Wochenbett organisieren, usw. Es ist daher verständlich, dass an die Zeit nach der Geburt noch nicht so viele Gedanken verschwendet werden.
Schade, finde ich. Denn im letzten Schwangerschaftsdrittel wäre der beste Zeitpunkt, um sich in aller Ruhe mit den Bedürfnissen des Babys auseinanderzusetzen. Hunger hat es von Anfang an, Bäuerchen machen muss es ebenfalls ab Geburt, müde ist es nach der Anstrengung der Geburt ebenfalls. Unwohlsein wegen vollen Windeln signalisiert das Neugeborene spätestens nach der ersten Nahrung ... Bauchschmerzen kommen hoffentlich nicht so schnell. Aber alle Grundbedürfnisse werden vom ersten Tag an mitgeteilt. Weshalb also warten?

In meinem dreistündigen Workshop lernen die (werdenden) Eltern nicht nur die Reflexlaute kennen, sie werden sie sicher voneinander unterscheiden können. Zudem werden Beruhigungstechniken vermittelt, die sofort geübt werden können. Dazu begleitet mich meine Tragepuppe Daniel. Die vielen hilfreichen Tipps bekommen die Kursteilnehmenden in einem Dossier, damit sie ein Nachschlagewerk zur Hand haben, wenn das Baby dann da ist.

Dank dem DBL-App können die Dunstanlaute geübt werden. Aufnahmen sind möglich und ein Tagebuch ist integriert. Sobald das Baby da ist, heisst es dann: Learning by doing.
Am beliebtesten sind die Home-Workshops. Ob für die ganze Familie mit Grosseltern, Tante und Onkel oder im kleinen Rahmen mit den jungen Eltern - ich bin flexibel und freue mich über jeden Anruf!

Für dieses Jahr habe ich wieder einige Gruppenkurse geplant - online und als Präsenzveranstaltung.

Lernt euer Baby vom ersten Tag an zu verstehen. Beobachtet es, hört ihm zu, sprecht mit ihm. Es kommt so viel zurück und ihr stärkt die Bindung und das Urvertrauen, indem ihr auf die Bedürfnisse eures Baby eingeht.
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